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Mofa Führerschein: Kosten, Alter, Prüfung & § 5 FeV

Tobias Marvin Bauer Wolf • 2026-06-26 • Gepruft von Elias Hoffmann

Kaum ein Thema sorgt bei jungen Leuten für so viel Verwirrung wie der Mofa-Führerschein. Dabei ist die Rechtslage klarer, als viele denken: Wer mit 15 Jahren ein Mofa bis 25 km/h fahren möchte, braucht keine Fahrerlaubnis, sondern eine Mofa-Prüfbescheinigung nach § 5 FeV. Die Kosten dafür liegen meist unter 200 Euro – ein Bruchteil dessen, was für den AM-Führerschein oder die B196-Erweiterung fällig wird. Dieser Artikel zeigt, was wirklich gilt und welche Fallstricke drohen.

Mindestalter: 15 Jahre ·
Höchstgeschwindigkeit: 25 km/h ·
Kosten Mofa-Prüfbescheinigung: ca. 100–200 Euro ·
Benötigte Ausbildung: 6 Doppelstunden Theorie

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
  • Derzeit keine geplanten Gesetzesänderungen zu § 5 FeV (Gesetze im Internet – aktuelle Fassung)
4Wie es weitergeht

Die nachfolgende Tabelle fasst die Schlüsselfakten zur Mofa-Prüfbescheinigung zusammen:

Schlüsselfakten zur Mofa-Prüfbescheinigung
Merkmal Wert
Gesetzliche Grundlage § 5 FeV (Mofa-Prüfbescheinigung)
Geschwindigkeit max. 25 km/h
Mindestalter 15 Jahre
Kosten ca. 100–200 Euro
Ausbildung 6 Doppelstunden Theorie, praktische Fahrstunden empfohlen

Kann ich ein Mofa mit 25 km/h ohne Führerschein fahren?

Grundsätzliche Regelung: Mofa-Prüfbescheinigung vs. Führerschein

Für Mofas mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h ist nach § 5 FeV keine Fahrerlaubnis erforderlich, sondern eine Mofa-Prüfbescheinigung (Gesetze im Internet (amtliche Norm)). Diese Bescheinigung bestätigt, dass der Fahrer die grundlegenden Verkehrsregeln kennt und ein Mofa sicher führen kann. Der ADAC (Automobilclub) betont, dass es sich dabei nicht um einen Führerschein im klassischen Sinne handelt – die Mofa-Prüfbescheinigung wird nicht in den Führerschein eingetragen und kann auch nicht für andere Fahrzeuge genutzt werden.

Ausnahmen: Wer auch ohne Prüfbescheinigung Mofa fahren darf

  • Personen, die vor dem 1. April 1965 geboren sind, benötigen keine Prüfbescheinigung (Verkehrswacht – Verkehrserziehung).
  • Inhaber einer gültigen Fahrerlaubnis (z. B. Klasse B) dürfen Mofas fahren, ohne extra eine Prüfbescheinigung zu besitzen.
  • Wer eine Fahrerlaubnis der Klasse AM oder höher hat, ist ebenfalls befreit.

§ 5 FeV: Was die Vorschrift genau besagt

Die Vorschrift regelt die Voraussetzungen für das Führen von Mofas und geschwindigkeitsbeschränkten Kraftfahrzeugen. Absatz 1 verlangt, dass der Führer eine Prüfbescheinigung mitführen muss, Absatz 2 legt die Sachverständigen-Anforderungen fest (buzer.de (Rechtsportal)). Wer ohne gültige Prüfbescheinigung oder Fahrerlaubnis ein Mofa fährt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Verwarnungsgeld geahndet werden kann (Bußgeldkatalog – Verkehrsportal).

Das Wichtigste

Die Mofa-Prüfbescheinigung ist ein niedrigschwelliger Einstieg – aber sie erlaubt ausschließlich Fahrzeuge bis 25 km/h. Für alles Schnellere braucht es eine echte Fahrerlaubnis.

Die Erkenntnis: Wer ein Mofa bis 25 km/h fahren will, kommt nicht um die Prüfbescheinigung herum – es sei denn, er besitzt bereits eine Fahrerlaubnis. Der Gesetzgeber hat die Hürde bewusst niedrig gehalten, um Jugendlichen eine erste motorisierte Mobilität zu ermöglichen.

Welchen Führerschein braucht man fürs Mofa?

Unterschied Mofa-Prüfbescheinigung, AM-Führerschein und B196

Die Begriffe werden oft vermischt, obwohl sie ganz unterschiedliche Fahrzeugklassen abdecken. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick:

Fahrzeugklasse Geschwindigkeit Erforderliche Berechtigung Kosten (ca.) Mindestalter
Mofa (klassisch) 25 km/h Mofa-Prüfbescheinigung 100–200 € 15 Jahre
Kleinkraftrad (AM) 45 km/h AM-Führerschein 300–500 € (CHECK24 – Versicherungsvergleich) 15 Jahre
Leichtkraftrad (A1) bis 125 cc A1-Führerschein 1.000–1.500 € 16 Jahre
125er mit Autoführerschein (B196) bis 125 cc B196-Erweiterung 500–900 € (MOTORRAD online – Fachmagazin) 25 Jahre

Fahrerlaubnisklassen im Überblick: Mofa (25 km/h), AM (45 km/h), A1 (125 cc)

  • AM: Kleinkrafträder bis 45 km/h, ab 15 Jahren. Erfordert eine klassische Fahrerlaubnis mit Theorie und Praxis.
  • A1: Leichtkrafträder bis 125 cc und 11 kW, ab 16 Jahren. Höherer Ausbildungsaufwand.
  • B196: Erweiterung für 125er, die mit einem vorhandenen Autoführerschein (Klasse B) erworben werden kann – allerdings erst ab 25 Jahren. Theoretische und praktische Prüfung entfallen, dafür ist eine Schulung nötig (MOTORRAD online – Fachmagazin).

Darf man mit dem Autoführerschein (Klasse B) Mofa fahren?

Ja – der Inhaber einer Fahrerlaubnis der Klasse B darf Mofas bis 25 km/h ohne zusätzliche Prüfbescheinigung fahren. Dies ergibt sich aus § 6 FeV, wonach die Fahrerlaubnis für die Klasse B auch die Berechtigung für Mofas umfasst (Gesetze im Internet – amtliche Norm).

Die Erkenntnis: Wer schon einen Autoführerschein besitzt, ist fürs Mofa abgedeckt. Die Prüfbescheinigung ist also nur für Fahranfänger ohne Fahrerlaubnis relevant.

Was kostet ein Mofa-Führerschein?

Kosten für die Mofa-Prüfbescheinigung (25 km/h)

Die Kosten für die Mofa-Prüfbescheinigung setzen sich aus Ausbildungsgebühren, Lehrmaterial und der Prüfungsgebühr zusammen. Laut ADAC (Automobilclub) liegen die Gesamtkosten meist zwischen 100 und 200 Euro. Der Bußgeldkatalog (Verkehrsportal) bestätigt diese Spanne, weist aber auf regionale Schwankungen hin.

Kosten für den AM-Führerschein (45 km/h)

Der AM-Führerschein ist deutlich teurer. Die R+V Versicherung (Kfz-Versicherer) nennt Kosten von etwa 300 bis 450 Euro. CHECK24 (Versicherungsvergleich) gibt mit 1.000 bis 1.500 Euro eine noch höhere Spanne an – abhängig von Fahrschule, Region und Anzahl der Fahrstunden.

Mögliche Zusatzkosten: Anmeldung, Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs

  • Sehtest: ca. 5–10 €
  • Erste-Hilfe-Kurs: ca. 30–50 €
  • Passfoto: ca. 5–10 €
  • Anmeldegebühr Fahrschule: ca. 30–50 €
Die Kostenfalle

Die günstigen 100 Euro locken – doch viele Fahrschulen verlangen für die Prüfbescheinigung zusätzlich eine Grundgebühr. Vor der Anmeldung lohnt ein Preisvergleich.

Die Erkenntnis: Die Mofa-Prüfbescheinigung ist die mit Abstand günstigste Option. Wer später auf 45 km/h umsteigen will, muss mit dem Drei- bis Fünffachen rechnen.

Ab welchem Alter darf man Mofa fahren?

Mindestalter für die Mofa-Prüfbescheinigung: 15 Jahre

Das gesetzliche Mindestalter beträgt 15 Jahre – dies gilt bundesweit einheitlich (ADAC – Automobilclub). Die Prüfbescheinigung kann frühestens zwei Monate vor dem 15. Geburtstag beantragt werden.

Mofa fahren mit 14: Konsequenzen und Strafen

Wer mit 14 Jahren ein Mofa fährt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Das Fahren ohne Fahrerlaubnis kann mit einem Bußgeld von bis zu 180 Euro geahndet werden (Bußgeldkatalog – Verkehrsportal). Im Wiederholungsfall droht eine Strafanzeige.

Altersgrenzen für andere Kleinkraftradklassen

  • AM (45 km/h): ebenfalls 15 Jahre (CHECK24 – Versicherungsvergleich)
  • A1 (125 cc): 16 Jahre
  • B196 (125er mit Autoführerschein): 25 Jahre (MOTORRAD online – Fachmagazin)

Die Erkenntnis: Der Gesetzgeber setzt die Altersgrenze bewusst bei 15 Jahren an – früher ist kein motorisierter Zweiradverkehr erlaubt. Wer mit 14 erwischt wird, riskiert nicht nur Bußgeld, sondern auch die Einstufung als vorbestraft.

Wie läuft die Prüfung für den Mofa-Führerschein ab?

Theoretische Ausbildung und Prüfung

Die theoretische Ausbildung umfasst mindestens 6 Doppelstunden à 90 Minuten (12 Unterrichtsstunden). Inhalte: Verkehrsregeln, Gefahrenlehre, Verhalten im Straßenverkehr. Die theoretische Prüfung besteht aus 20 Multiple-Choice-Fragen (ADAC – Automobilclub).

Praktische Prüfung: Ablauf und Inhalte

Eine praktische Prüfung ist nicht vorgeschrieben, aber die meisten Fahrschulen empfehlen praktische Fahrstunden. Die Verkehrswacht (Verkehrserziehung) weist darauf hin, dass die Ausbildung auch an Schulen oder anderen zugelassenen Stellen durchgeführt werden kann. Die Prüfung selbst wird von einem amtlich anerkannten Sachverständigen abgenommen.

Kann man die Mofa-Prüfbescheinigung online machen?

Ein Teil der theoretischen Ausbildung kann online stattfinden – z. B. über Lernplattformen von Fahrschulen. Die Prüfung selbst muss jedoch in Präsenz bei einer anerkannten Prüfstelle abgelegt werden. Einen vollständig digitalen Mofa-Führerschein gibt es nicht (R+V Versicherung – Kfz-Versicherer).

  1. Theoretische Ausbildung: 6 Doppelstunden à 90 Minuten
  2. Theoretische Prüfung: 20 Multiple-Choice-Fragen
  3. Empfohlene praktische Fahrstunden (nicht verpflichtend)
  4. Ausstellung der Mofa-Prüfbescheinigung nach bestandener Theorieprüfung
Achtung

Angebote, die einen „Mofa-Führerschein online ohne Prüfung“ versprechen, sind in der Regel Betrug. Die Prüfbescheinigung setzt eine ordnungsgemäße Teilnahme an der Ausbildung voraus.

Die Erkenntnis: Der Weg zur Prüfbescheinigung ist überschaubar: 12 Theoriestunden, ein Multiple-Choice-Test – und schon darf man auf öffentlichen Straßen mit bis zu 25 km/h rollen. Wer sicher fahren will, investiert zusätzlich in ein paar Fahrstunden.

Bestätigte Fakten

  • Mofa-Prüfbescheinigung ist erforderlich für Mofas bis 25 km/h (Gesetze im Internet – amtliche Norm)
  • Ohne Prüfbescheinigung droht Bußgeld (Verwarnungsgeld) (Bußgeldkatalog – Verkehrsportal)
  • Mindestalter ist 15 Jahre (ADAC – Automobilclub)

Expertenstimmen zur Mofa-Prüfbescheinigung

„Sie beinhaltet zwei Teile: die theoretische und praktische Ausbildung.“

– ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil-Club)

„Für das Fahren eines Mofas ist kein spezieller Führerschein nötig, eine Mofa-Prüfbescheinigung.“

– R+V Versicherung

Die rechtliche Einordnung ist eindeutig: Die Mofa-Prüfbescheinigung ist eine kostengünstige, altersgerechte Einstiegsmöglichkeit in den motorisierten Straßenverkehr. Sie erlaubt nur Fahrzeuge bis 25 km/h – und wer schneller oder weiter fahren will, muss in eine teurere Fahrerlaubnis investieren. Für Jugendliche, die lediglich kurze Strecken in ländlichen Gebieten zurücklegen müssen, ist sie oft die richtige Wahl. Doch das Alter ist hart: Wer mit 14 Jahren auf die Idee kommt, probeweise zu fahren, riskiert nicht nur Geldstrafen, sondern auch einen Eintrag ins Verkehrszentralregister. Die Entscheidung für oder gegen die Prüfbescheinigung hängt vor allem von den individuellen Mobilitätsbedürfnissen ab – und vom Geldbeutel der Eltern.

Wer sich über die aktuellen Regelungen informieren möchte, findet im Ratgeber Mofa Führerschein 2026 eine detaillierte Aufstellung der Kosten und Voraussetzungen.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich eine Mofa-Prüfbescheinigung für ein E-Mofa?

Ja, auch Elektro-Mofas (z. B. mit Pedalen und bis 25 km/h) fallen unter dieselbe Regelung (§ 5 FeV). Die Prüfbescheinigung ist erforderlich (ADAC – Automobilclub).

Kann ich mit der Mofa-Prüfbescheinigung auch ein E-Bike fahren?

Nein, E-Bikes (Pedelecs) mit 25 km/h gelten als Fahrräder und benötigen keine Prüfbescheinigung – sofern die Motorunterstützung bei 25 km/h endet. S-Pedelecs (45 km/h) fallen unter die Klasse AM.

Muss ich die Mofa-Prüfbescheinigung alle paar Jahre erneuern?

Nein, die Prüfbescheinigung ist unbegrenzt gültig – solange man sie nicht verliert. Sie wird nicht in den Führerschein eingetragen und verjährt nicht.

Ist die Mofa-Prüfbescheinigung auch in anderen EU-Ländern gültig?

Die Mofa-Prüfbescheinigung ist eine nationale Regelung und wird im EU-Ausland meist nicht anerkannt. Wer ins Ausland fahren möchte, sollte vorher die dortigen Vorschriften prüfen (R+V Versicherung – Kfz-Versicherer).

Welche Folgen hat Fahren ohne Prüfbescheinigung?

Es handelt sich um eine Ordnungswidrigkeit: Verwarnungsgeld bis zu 180 Euro. Im Wiederholungsfall kann eine Strafanzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis drohen (Bußgeldkatalog – Verkehrsportal).

Kann ich die Prüfbescheinigung auch nach 15 Jahren noch machen?

Ja, es gibt keine Altersobergrenze. Auch Erwachsene ohne Fahrerlaubnis können die Mofa-Prüfbescheinigung erwerben – etwa für den Betrieb eines Mofas oder eines 25-km/h-Autos.



Tobias Marvin Bauer Wolf

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