
ADAC-Präsident Gerhard Hillebrand: Rücktritt und Kontroverse
Gerhard Hillebrand wollte als ADAC-Verkehrspräsident offenbar das Richtige tun — doch seine Worte trafen einen Nerv. Ein Interview zur CO₂-Bepreisung kostete ihn wenige Wochen später den Posten, und rund 60.000 Mitglieder wandten sich ab. Was genau geschah, warum die Empörung so massiv ausfiel und was das für den Club bedeutet, der sich als Anwalt der Autofahrer sieht.
Rücktritt-Datum: 02.02.2026 · Kündigungen nach Aussage: ca. 60.000 · Position: ADAC-Verkehrspräsident · Kontroverse-Thema: Klimaschutz und Spritpreise
Kurzüberblick
- Rücktritt am 02.02.2026 (Electrive)
- Klimaschutz-Aussage im NOZ-Interview (Die Bayern)
- 60.000 Kündigungen im Januar 2026 (Tagesspiegel)
- Exakte Parteizugehörigkeit Hillebrands
- Offizielle ADAC-Pressemitteilung auf adac.de
- Detaillierte Biografie und Alter
- Ende Dezember 2025: NOZ-Interview (Die Bayern)
- Januar 2026: Kündigungswelle (Electrive)
- 02.02.2026: Offizieller Rücktritt (Electrive)
- Karsten Schulze übernimmt kommissarisch (Tagesspiegel)
- ADAC kündigt Dialog mit Mitgliedern an (Auto Motor und Sport)
- Trotz Kündigungen 100.000 Neueintritte im Januar (Electrive)
| Label | Wert |
|---|---|
| Name | Gerhard Hillebrand |
| Position | Ehem. ADAC-Verkehrspräsident |
| Rücktritt | 02.02.2026 |
| Grund | Klimaschutz-Äußerungen |
| Auswirkungen | 60.000 Kündigungen |
| CO₂-Preiserhöhung | bis 3 Cent/Liter |
| Nachfolger | Karsten Schulze (kommissarisch) |
Warum hat Gerhard Hillebrand als ADAC-Verkehrspräsident zurückgetreten?
Aussage zum Klimaschutz
Das Interview, das Hillebrands Karriere beim ADAC beendete, erschien Ende Dezember 2025 in der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ). Darin äußerte sich der Verkehrspräsident positiv zur CO₂-Bepreisung als Instrument zur Erreichung der Klimaschutzziele. „Der ADAC hält die CO₂-Bepreisung für ein richtiges Instrument, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Die Leute brauchen den Anreiz, um auf klimaschonende Alternativen zum Diesel und Benziner umzusteigen”, zitiert der Tagesspiegel Hillebrand.
Der ADAC übt regelmäßig Druck auf Mineralölkonzerne und Politik aus, um niedrige Spritpreise zu sichern. Die Äußerungen des Verkehrspräsidenten standen diametral zu dieser Linie — und das bei einer CO₂-Preiserhöhung von bis zu 3 Cent pro Liter Benzin und Diesel zum Jahreswechsel 2025/2026.
Hillebrand reagierte mit dem Interview auf das „Autopaket” der EU-Kommission und positionierte sich damit öffentlich zum Klimawandel. Laut Electrive forderte er jedoch Zeit für die CO₂-Bepreisung und Vermeidung von Preisspitzen.
Reaktion der Mitglieder
Die Reaktion der ADAC-Mitglieder war massiv. Rund 60.000 Mitglieder kündigten im Januar 2026 im Zusammenhang mit Hillebrands Äußerungen — ein Betrag, den der Tagesspiegel unter Berufung auf eigene Informationen als „ungewöhnlich hoch” bezeichnet. Eine ADAC-Sprecherin verband die Kündigungswelle direkt mit den Aussagen des Verkehrspräsidenten.
In sozialen Netzwerken kritisierten Mitglieder die Unterstützung höherer Kraftstoffpreise durch den obersten Verkehrsvertreter des Clubs. Die Bild-Zeitung berichtete zuerst über Rücktritt und Kündigungszahlen, wie Die Bayern dokumentiert.
„Dass es im Interesse des ADAC und seiner Glaubwürdigkeit richtig ist, daraus persönliche Konsequenzen zu ziehen.” — Gerhard Hillebrand, ehem. ADAC-Verkehrspräsident (Die Bayern)
Folgen für den ADAC
Hillebrand übernahm Verantwortung für den Reputationsschaden und legte sein Amt nieder. Am 02. Februar 2026 wurde sein Rücktritt offiziell. Die Kündigungswelle im Januar 2026 war nach Electrive-Berichten ungewöhnlich hoch.
Trotz allem: Im selben Monat kamen 100.000 neue Mitglieder hinzu, wie Electrive berichtet — eine Zahl, die den Schaden für den Club relativiert, aber die Glaubwürdigkeitskrise nicht aufhebt.
Die Nachfolge übernimmt kommissarisch ADAC-Technikpräsident Karsten Schulze, wie der Tagesspiegel bestätigt.
Wer ist Gerhard Hillebrand?
Beruflicher Hintergrund
Gerhard Hillebrand war der Verkehrspräsident des ADAC — eine Position, die ihn zum Gesicht des größten deutschen Automobilclubs in verkehrspolitischen Fragen machte. Der ADAC sieht sich traditionell als Anwalt der Autofahrer und setzt sich für bezahlbare Mobilität ohne sozialen Ausgleichsbelastungen ein.
Was über seinen persönlichen Hintergrund außerhalb des ADAC bekannt ist, bleibt begrenzt. Exakte Angaben zu seinem Alter, seiner Parteizugehörigkeit oder vollständigen Biografie liefern die verfügbaren Quellen nicht. Dies ist eine der Lücken, die trotz intensiver Berichterstattung bestehen bleiben.
Rolle beim ADAC
Als Verkehrspräsident vertrat Hillebrand den Club in Fragen der Verkehrspolitik, des Straßennetzes und der Spritpreise. In dieser Funktion äußerte er sich regelmäßig zu Themen, die Autofahrer unmittelbar betreffen — und eben auch zu denen, die den Nerv trafen.
Die genaue Dauer von Hillebrands Amtszeit und seine Karrierestationen vor dem ADAC ließen sich aus den vorliegenden Quellen nicht rekonstruieren. Bekannt ist lediglich seine Position als Verkehrspräsident und der Zeitraum rund um das kontroverse Interview.
Öffentliche Auftritte
Das NOZ-Interview vom Dezember 2025 war einer der wenigen öffentlichen Auftritte, die breiter mediale Aufmerksamkeit erhielten — allerdings aus den falschen Gründen. Hillebrand bedauerte laut Tagesspiegel die Verunsicherung der Mitglieder und den Glaubwürdigkeitsverlust.
Wie viel verdient der Präsident des ADAC?
Die Gehälter der ADAC-Führungsgremien unterliegen keiner vollständigen Transparenzpflicht. Konkrete Angaben zum Verdienst von Gerhard Hillebrand oder anderen Vorstandsmitgliedern liefern die verfügbaren Quellen nicht.
Was bekannt ist: ADAC-Geschäftsführerpositionen gehören zu den besser dotierten Stellen im deutschen Vereinswesen. Der Club erwirtschaftet erhebliche Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge — über 20 Millionen Mitglieder machen den ADAC zu einem der größten Vereine Europas.
Exakte Gehaltsangaben für Hillebrand oder andere ADAC-Führungspositionen ließen sich aus den verfügbaren Quellen nicht verifizieren. Diese Information bleibt in der öffentlichen Berichterstattung bislang undisclosed.
Transparenz beim ADAC
Der ADAC ist als eingetragener Verein organisiert. Geschäftsführergehälter werden nicht im gleichen Maße öffentlich gemacht wie bei börsennotierten Unternehmen. Das Thema Transparenz bei Vereinsgehältern steht regelmäßig in der Kritik — auch unabhängig vom Fall Hillebrand.
Warum verlassen so viele den ADAC?
Austrittswelle nach Hillebrand-Aussagen
Die 60.000 Kündigungen im Januar 2026 sind ein starkes Signal. Sie dokumentieren, wie empfindlich die Mitgliederbasis auf Positionen reagiert, die als Widerspruch zur Kernbotschaft des Clubs wahrgenommen werden.
ADAC-Mitglieder kritisierten in sozialen Netzwerken die Unterstützung höherer Kraftstoffpreise, wie Auto Motor und Sport berichtet. Für viele Autofahrer gehört der Kampf gegen steigende Spritpreise zum Selbstverständnis des Clubs.
„Ob Benziner, Diesel oder E-Auto: Wir machen uns gegen jede weitere Belastung ohne sozialen Ausgleich stark.” — ADAC-Sprecherin (Electrive)
Kritik an Autofahrer-Feindlichkeit
Der Vorwurf, der ADAC sei „autofahrerfeindlich” geworden, ist zugespitzt — aber nicht aus der Luft gegriffen. Der Club stand in den vergangenen Jahren vor der Herausforderung, Klimaschutz und Autofahrer-Interessen unter einen Hut zu bringen. Das NOZ-Interview brachte diese Gratwanderung aus dem Gleichgewicht.
Der ADAC übt regelmäßig Druck auf Mineralölkonzerne und Politik aus, um niedrige Spritpreise zu sichern. Ein Verkehrspräsident, der sich positiv zur CO₂-Bepreisung äußert, stellt genau diese Position infrage — und das wenige Wochen, bevor die Abgabe zum Jahreswechsel 2025/2026 um bis zu 3 Cent pro Liter stieg.
Reaktion des ADAC
Der ADAC betont seine Position für bezahlbare Mobilität ohne sozialen Ausgleichsbelastungen. Eine Sprecherin formulierte dies unmissverständlich gegenüber Electrive.
Zugleich kündigte der Club einen Dialog mit Mitgliedern zu Klimaschutz und Mobilität an, wie Auto Motor und Sport berichtet. Ob dieser Dialog die Wogen glätten kann, bleibt abzuwarten.
Wie hoch ist das Gehalt eines Straßenwachtfahrers beim ADAC?
Die Gehälter bei den „Gelben Engeln”, also den Straßenwachtfahrern, unterscheiden sich deutlich von den Führungsetagen. Während Vorstandsgehälter weitgehend intransparent bleiben, sind Einstiegsgehälter für Pannenhilfe-Teams eher im mittleren Bereich der Lohnskala anzusiedeln.
ADAC-Jobs bei den Gelben Engeln umfassen verschiedene Karrierestufen — vom Einstieg als Pannenhelfer bis zur Teamleitung. Konkrete Gehaltsspannen variieren je nach Region, Berufserfahrung und Einsatzbereich.
Karriere beim ADAC
Der ADAC bietet Karrieremöglichkeiten in verschiedenen Bereichen: von der Pannenhilfe über die Technik bis zur Verwaltung. Die Organisation beschäftigt tausende Mitarbeiter deutschlandweit und ist damit ein signifikanter Arbeitgeber im Bereich Mobilität und Assistenz.
Die Kontroverse um Hillebrand hat keine direkten Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen derBasis-Mitarbeiter — sie verdeutlicht aber die Herausforderung, als großer Verein unterschiedliche Interessen unter einen Hut zu bringen.
Zeitlicher Ablauf
Drei Ereignisse, eine Eskalation: vom Interview bis zum Rücktritt vergingen rund sechs Wochen.
| Zeitraum | Ereignis |
|---|---|
| Ende Dezember 2025 | Interview mit Hillebrand in der NOZ zu CO₂-Bepreisung (Die Bayern) |
| Januar 2026 | Kündigungswelle mit 60.000 Austritten; Bild-Zeitung berichtet zuerst (Tagesspiegel) |
| 02.02.2026 | Offizieller Rücktritt Hillebrands; Karsten Schulze übernimmt (Electrive) |
Bestätigt und unklar
Bestätigte Fakten
- Rücktritt am 02.02.2026 bestätigt durch Electrive
- 60.000 Kündigungen im Januar 2026 gemäß Tagesspiegel
- Kontroverse um Spritpreise und CO₂-Bepreisung dokumentiert
- Karsten Schulze als Nachfolger benannt
- 100.000 Neueintritte im Januar 2026
- ADAC-Position für bezahlbare Mobilität bekräftigt
Was unklar bleibt
- Exaktes Gehalt von Hillebrand
- Parteizugehörigkeit
- Aktuelle Mitgliederzahl nach Kündigungen
- Detaillierte Biografie und Alter
- Wörtliches Originalzitat aus dem NOZ-Interview
- Langfristige Auswirkungen auf ADAC-Mitgliederzahlen
Zitate und Stimmen
„Der ADAC hält die CO₂-Bepreisung für ein richtiges Instrument, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Die Leute brauchen den Anreiz, um auf klimaschonende Alternativen zum Diesel und Benziner umzusteigen.” — Gerhard Hillebrand, ehem. ADAC-Verkehrspräsident (Tagesspiegel)
„Dass es im Interesse des ADAC und seiner Glaubwürdigkeit richtig ist, daraus persönliche Konsequenzen zu ziehen.” — Gerhard Hillebrand, ehem. ADAC-Verkehrspräsident (Die Bayern)
„Ob Benziner, Diesel oder E-Auto: Wir machen uns gegen jede weitere Belastung ohne sozialen Ausgleich stark.” — ADAC-Sprecherin (Electrive)
„Der ADAC ist selbstverständlich gegen eine höhere Belastung von Autofahrern.” — ADAC, offizielle Stellungnahme (Auto Motor und Sport)
Für ADAC-Mitglieder und Autofahrer in Deutschland ist die Botschaft klar: Wer als Vertreter des Autofahrer-Clubs die CO₂-Bepreisung begrüßt, stellt sich gegen die Erwartungen seiner Basis. Der Fall Hillebrand zeigt, wie wenig Spielraum für klimapolitische Nuancen bleibt, wenn das Kernversprechen — günstige Mobilität — auf dem Spiel steht.
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Häufig gestellte Fragen
Was sagte Gerhard Hillebrand zum Klimaschutz?
In einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) Ende Dezember 2025 äußerte sich Hillebrand positiv zur CO₂-Bepreisung als Instrument zur Erreichung der Klimaschutzziele. Er sagte, die Menschen bräuchten den Anreiz, auf klimaschonende Alternativen umzusteigen.
Welche Partei gehört Gerhard Hillebrand an?
Über die Parteizugehörigkeit von Gerhard Hillebrand liegen aus den verfügbaren Quellen keine gesicherten Informationen vor.
Wie alt ist Gerhard Hillebrand?
Das exakte Alter von Gerhard Hillebrand wird in der öffentlichen Berichterstattung nicht genannt.
Was ist der Lebenslauf von Gerhard Hillebrand?
Bekannt ist, dass Hillebrand als ADAC-Verkehrspräsident fungierte. Detaillierte Angaben zu seiner Karriere vor dem ADAC, Ausbildung oder früheren Positionen liefern die verfügbaren Quellen nicht.
Wie hoch ist die ADAC-Mitgliederzahl?
Der ADAC hat über 20 Millionen Mitglieder und ist damit einer der größten Vereine Europas. Nach den 60.000 Kündigungen im Januar 2026 kamen trotzdem 100.000 neue Mitglieder hinzu.
Gibt es ein aktuelles Interview mit Hillebrand?
Das kontroverse Interview erschien Ende Dezember 2025 in der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ). Ein vollständiges Originalzitat ist in den vorliegenden Quellen nicht enthalten, aber der Tagesspiegel und andere Medien zitieren ausführlich daraus.
Warum kritisieren Autofahrer den ADAC?
Autofahrer kritisieren den ADAC, wenn Positionen des Clubs als widersprüchlich zu den Interessen der Mitglieder wahrgenommen werden. Im Fall Hillebrand war es die Aussage zur CO₂-Bepreisung — ein Thema, das direkt die Kraftstoffkosten von Millionen Autofahrern betrifft.